Fischerfrau oder Cinderella? (1)

Fischerfrau oder Cinderella? (1)

Ein modernes Märchen – Teil 1: Begehren

In einem meiner Blogbeiträge erzähle ich von dem Märchen der Gebrüder Grimm „Der Fischer und seine Frau“.

Kennst du diese Erzählung? Wenn nicht, dann kannst du es hier kurz nachlesen.

Warum komme ich auf dieses Thema zurück? Weil es viele dieser Menschen – wie sie, die Fischerfrau – in unserer heutigen Welt gibt: Fischerfrauen und Fischermänner.

Ich möchte dir von einem moderneren Märchen erzählen.

Frühjahr 1963. Eine Kleinstadt im Osten von Deutschland – damals noch Deutsche Demokratische Republik.

Ein kleines Mädchen geht wie jeden Morgen ca. zwei Kilometer zu Fuß zur Schule. Die Sonne blinzelt mit ihren ersten Morgenstrahlen durch die Bäume. Das Mädchen hat es eilig. Und doch macht sie langsamere Schritte. Neugierig blickt sie nach links. Die Finger ihrer linken Hand streifen die schmal gedrehten Eisenstäbe des Zaunes, der majestätisch das Grundstück vom Fußweg trennt.

Kurz bückt sich das Mädchen, sie will mehr sehen. Die hohe Hecke hinter dem Eisenzaun hat noch nicht ganz ihre vollen grünen Blätter und so gibt es Lücken. Gierig sieht das kleine Fräulein durch jeden winzigen Spalt. Sie macht sich groß, stellt sich auf Zehenspitzen. Sie weiß, es wird nicht mehr lange dauern und sie kann durch diese dichte Hecke nicht mehr durchschauen.
Sie ist fasziniert. Langsam geht sie weiter, immer nach links schauend. Und schon ist sie am Ende des Zaunes. Freudig hüpfend und mit einem schnelleren Schritt setzt sie ihren Weg zur Schule fort.

Sie liebt dieses Stück ihres Schulwegs.

Abends sitzt das Mädchen mit der Familie am Tisch. Heute gibt es eine Tafel Schokolade und sie darf teilen. Sie teilt in fünf Stücke – drei Teile mit doppelter Schokoladenreihe für sich und ihre zwei Geschwister, zwei Teile mit einer Schokoladenreihe für ihre Eltern.
Schokolade gibt es einmal im Monat – dann, wenn die Eltern ihre zwei Lohntüten nach Hause bringen.

Im Bett malt sich das kleine Mädchen aus, wie schön es wäre wenn es öfter Schokolade gäbe und wie schön es wäre, wenn sie selbst in dem herrlichen Haus wohnen würde. In genau diesem Haus. Das wunderschöne Haus, an dem sie auf ihrem Schulweg jeden Tag vorbei geht. Die schöne, etwas zurückliegende herrschaftliche Villa mit dem verwachsenen Teich davor und dieser wundervollen großen Wiese.

Ein paar Jahre später wohnt das Mädchen in einem solchen Haus. Sie ist verheiratet und junge Mutter. Sie sorgt dafür, dass um sie herum alles schön und perfekt ist. Sie näht nachts Kleider für ihre zwei Töchter und am Tag managt sie das Büro ihres Familienbetriebes mit sieben Mitarbeitern.

Ihr Traum vom schönen Haus ist wahr geworden. Schokolade kann sie ihren Kindern kaufen, so oft sie will.

Sie hat allen Grund, glücklich zu sein! Oder?

Sie wollte Kinderärztin studieren – bekam zu hören: da brauchst du aber sehr gute Noten und musst fleißig lernen.

Sie wollte Modegestalterin oder Innenarchitektin werden – bekam zu hören: damit verdient man kein Geld. Da musst du gut sein, gut zeichnen können … und so außergewöhnlich gut waren ihre Zeichnungen nicht.

Dann kam der Prinz, der ihr Schloss und Vermögen zu Füßen legte – sie ist ihm gefolgt und hat jetzt ihr eigenes kleines Königreich.

Sie funktioniert. Es läuft alles bestens, meint sie. Sie spielt ihre Rollen perfekt – ist Ehefrau, fürsorgende Mutter, Geschäftsfrau, Geliebte.

Eines Tages kommt eine Schulfreundin. Sie sitzen im wunderbar gestalteten Garten, es ist ein schöner sonniger Tag. Um sie herum blüht es und ein sommerlicher Hauch umkreist die beiden jungen Frauen. Die Freundin wendet sich ihr zu und meint: „Weißt du wie schön ihr es habt?“

Sie blickt sich um. Nein, sie weiß es nicht. Sie hat dieses Geschenk nicht gesehen. Sie sieht nur die viele Arbeit, das Funktionieren und die Box, in der sie eingeschlossen ist. Sie ist infiziert. Sie ist süchtig geworden nach Anerkennung – sie will gut sein, sie will perfekt sein und ohne Fehler. Sie ist süchtig nach dieser Anerkennung von außen, will bewundert werden, wie hervorragend sie doch alles schafft.

Doch wo bleibt die Erfüllung?
Wo die Liebe – die Liebe zu sich selbst, zu ihren Träumen?

Richtig aufgewacht ist sie erst, als sie nicht mehr wahrgenommen wurde.

Bleib neugierig – übermorgen geht es weiter!

Sei wundervoll! Lebe wundervoll!

PS: Ich freue mich sehr über Deine Gedanken dazu – vielen Dank!

Bildnachweis-Quellenangabe/Urheberrechtsverweis:
©Sunny studio – #63366484 | fotolia

Attraktiv - energiereich - glücklich!

Wie geht das?

Hier ist die Lösung – der erste Schritt! So startest Du entspannt in den Tag …

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