Rauhnächte – auch Raunächte oder Rauchnächte

Rauhnächte – auch Raunächte oder Rauchnächte

Eine mystische Zeit zwischen den Jahren: Die Rauhnächte … 

 Mit der Weihnachtszeit und dem Jahresbeginn nähern wir uns gleichzeitig auch einer anderen Zeit, einer mystischen Zeit: die der Rauhnächte. Für zwölf Nächte öffnet sich eine Tür zu der anderen Seite, der Welt der Geister und Dämonen. Zwölf Nächte lang stehen wir zwischen Zeit und Raum, können einen Blick in die Zukunft werfen und die Vergangenheit hinter uns lassen.

Aberglaube? Humbug? Inwieweit sind diese besonderen Tage des vorchristlichen Kalenders heute noch von Bedeutung?

Als ich das erste Mal von der Existenz der Rauhnächte erfuhr, lebte ich schon eine längere Zeit am Tegernsee in Bayern. Ich hörte von dieser geheimnisvollen Zeit während meiner Ausbildung zum Mindflow-Practitioner. Ich war fasziniert.

Ja, und tatsächlich sind die Rauhnächte faszinierend. Sie stecken voller Chancen – Chancen, endlich Altes abzuschließen und Neues zu wagen. Begib dich hier mit mir auf den Weg und entdecke einen uralten mystischen Glauben. Finde heraus, wie du für dich diese Zeit für innere Einkehr, Reflexion und Besinnung nutzen kannst.

Wir beginnen die Reise mit einem wunderbaren Klangerlebnis von Robert S. Thoma aus der Welt der Musik-CD “Oberland” – lass dich einstimmen mit dem Mystisches Höllental

Und nun sei gespannt, auf kommendes …

Was sind die Rauhnächte?

Die Rauhnächte bezeichnen einen Zeitraum an der Schwelle zum neuen Jahr. Nach alter Tradition werden sie auch als die „zwölf heiligen Nächte“ bezeichnet, was erkennen lässt, welche herausragende Bedeutung sie in der vorchristlichen Zeit für das Leben unserer Vorfahren hatten. Dieser mystische Zeitabschnitt beginnt meist am 25. Dezember, unserem heutigen ersten Weihnachtsfeiertag, und endet am 6. Januar. Je nach Region kann er länger oder kürzer sein.

Man spricht von vier besonders wichtigen Tagen in dieser magischen Zeit. 

Beachte bereits die Nacht auf den 21. Dezember. Die so genannte „Thomasnacht“ (Nacht auf den Thomastag) – sie ist die längste Nacht des Jahres.

Dem folgen weitere drei bedeutende Tage – es sind diese Rauhnächte:

  • Nacht auf den 25. Dezember (Heiligabend oder auch Christnacht)
  • 31. Dezember (Silvester)
  • Nacht auf den 6. Januar: Dreikönigstag, im christlichen Glauben auch das Fest der Erscheinung des Herrn.

Ursprung der Rauhnächte

Ihren Ursprung haben die zwölf Nächte im vorchristlichen Mondkalender. Nach diesem hat das Mondjahr nur 354 Tage. Zum Sonnenjahr mit 365 Tagen fehlen also noch exakt 12 Tage, die „eingeschoben“ wurden. Die Rauhnächte stellen damit in der Vorstellung der Menschen eine Zeit dar, die irgendwo zwischen den Jahren liegt, außerhalb der Zeit, vielleicht auch außerhalb aller Gesetze der Natur. Noch heute nennen wir die Zeit um den Jahreswechsel „Zwischen den Jahren“.

Man muss sich diese besonderen Tage des Jahres allerdings ohne den weihnachtlichen Glanz vorstellen. Die Menschen der vorchristlichen Zeit erlebten diesen Zeitraum als dunkel und kalt. An einigen Tagen schien es gar nicht mehr hell zu werden. Um die Nächte rankten sich Mythen und Sagen, die einem einen kalten Schauer über den Rücken jagen konnten.

Wenn böse Mächte wirken

In den Rauhnächten, so hieß es, wirkten böse Mächte. Die Tür zur Welt der Dämonen und Geister war für eine kurze Weile geöffnet und bot diesen bösen Geistern die Möglichkeit, den Menschen zu schaden. Den Höhepunkt erreichten die Rauhnächte in der Mitte des Zyklus, am 31. Dezember. Hier sollte die „Wilde Jagd“ beginnen, wenn die Seelen der Toten die Menschen heimsuchen konnten. Erst am 6. Januar zogen sich die Geister zurück, die „Wilde Jagd“ fand ihr Ende.

Blick in die Zukunft

Doch nicht nur Böses erwarteten unsere Vorfahren von der Anderswelt. Die Rauhnächte stellen der Legende nach auch eine mystische Zeit dar, in der es möglich ist, die Zukunft zu sehen. Der Legende nach steht jede Rauhnacht für einen Monat des kommenden Jahres. Wer die Zeichen der Nacht zu deuten wusste, konnte daraus schließen, was das kommende Jahr für ihn bereithalten würde. Manche dieser altertümlichen Bräuche haben bis heute überlebt. Auch wir nutzen die Zeit um den Jahreswechsel, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und Voraussagungen für das kommende anzunehmen. Das beliebte Bleigießen am Silvesterabend hat gezeigt, wie sehr auch wir uns noch wünschen, wir könnten einen Blick in unsere Zukunft werfen.

Hast du gewusst, dass diese beliebte – heutzutage leider verbotene – Tradition auf den uralten Glauben an die Rauhnächte zurückgeht?

Rauhnächte-AdobeStock_365490324

Der Mythos der Wahrsagung

Nach alten Mythen sind die Rauhnächte die beste Zeit, um etwas über die eigene Zukunft zu erfahren. Was für den modernen Menschen vielleicht ein harmloser Spaß ist, war für die Menschen vorchristlicher Zeit von besonderer Bedeutung. Wahrsager und Orakel wurden herangezogen. Der Zwiebelkalender sollte Bauern eine Prognose über das kommende Erntejahr geben. Eine Legende besagt, dass in den Rauhnächten die Tiere in den Ställen um Mitternacht für kurze Zeit die menschliche Sprache beherrschen und von der Zukunft erzählen konnten. Doch es war Vorsicht geboten, denn die Legende besagte auch: Wer die Tiere sprechen hörte, starb unmittelbar danach.

Noch im 19. Jahrhundert glaubten viele daran, dass unverheiratete Frauen in den Rauhnächten durch verschiedene Rituale die Möglichkeit hätten, ihren zukünftigen Bräutigam zu sehen. Doch dies musste meist schweigend geschehen, denn wagte das Mädchen, den Geist des Bräutigams anzusprechen, so war auch sie dem Tod geweiht. 

Mythos und Moderne – Rituale zur Selbstreflexion

Genug der Mythen und Legenden.
Du musst nicht an Geister und Dämonen glauben, um die Zeit zwischen den Jahren zu nutzen, um dich neu auszurichten und deinem Leben eine neue Richtung zu geben. Mit eigenen Rauhnacht-Ritualen kannst du diese Tage und Nächte als Zeit für Neubeginn und Selbsterneuerung nutzen. Folge dazu den Ritualen der Vorfahren und profitiere aus ihnen auf moderne Weise.
Dieses Journal kann dir dabei evtl. ein erster einfacher Wegweiser sein.

Vorbereitung

Früher war es wichtig, sich auf die Nächte der Geister vorzubereiten. Die Häuser mussten sauber sein, die Wäsche wurde vor Beginn der Rauhnächte gewaschen. Auch heute kann Vorbereitung wichtig sein, um Raum für Neues zu schaffen. Räume in deinem Inneren auf, indem du dich befreist von allem, was dich belastet. Auch äußere Ordnung in Form eines Hausputzes, eines Ausmistens usw. kann helfen, innere Aufgeräumtheit zu erreichen.
So ist es beispielsweise wichtig, alle geliehenen Dinge wieder zurückzubringen. Auch Rechnungen und Schulden sollten wir zuvor bezahlen und all unsere noch offenen Angelegenheiten klären.

Gehe in dich und ziehe Bilanz: Was beschäftigt dich? Was möchtest du ändern? Was gilt es loszulassen?

Reinigung

So, wie früher die Ställe und Häuser ausgeräuchert und damit gereinigt wurden, so kannst du verschiedene Möglichkeiten der inneren Reinigung nutzen. Meditation kann eine Form sein, aber auch verschiedene persönliche Rituale, die das Loslassen symbolisieren.

Voraussage

Du musst kein Wahrsager sein, um deine Zukunft vorauszusehen. Definiere Ziele, fokussiere dich. Ein schönes Ritual ist es, an zwölf Tagen zwölf Wunschzettel zu schreiben, Dinge, die du für das kommende Jahr umsetzen möchtest.

Rauhnächte-Ritual-AdobeStock_251397226

Die Mythen der Rauhnächte haben einen wunderbaren Gruselfaktor. Sie beschreiben eine außergewöhnliche Zeit, die du in einem völlig positiven Sinn für dich nutzen solltest.

Fazit:

Es ist eine ganz besondere Zeit des Jahres, in der sich die Schleier zur anderen Welt lichten. Nutze diese Zeit daher, um wieder zu dir zu finden und lasse alles Negative los. Erkenne, dass das Leben ein Kommen und Gehen ist, in dem es darum geht, zu lernen und vor allem zu erfahren.
Kommen wir wieder in unsere Mitte und schöpfen wir aus der Kraft der Rauhnacht, um uns zu erneuern und im Einklang mit uns und der göttlichen Energie zu sein, die in allen von uns steckt.

Abschließend habe ich diese wunderschönen Klänge für dich – Klänge, aus der gleichen Musik-CD „Oberland“ von Robert S. Thoma: Seele des Walchensees

Nimm diese schönen Klänge als Begleitung in dein wundervolles Jahr!

Alles Gute für 2021!

... und hier noch zwei Empfehlungen für dich, wenn du mehr über die Rituale der Rauhnächte erfahren und/oder diese gar praktizieren möchtest - ich wünsche dir viel Spaß, Freude und jede Menge gute Ideen in diesen 12 Nächten.

Sei wundervoll! Lebe wundervoll!


Beitragsbild: AdobeStock #307820451

Attraktiv - energiereich - glücklich!

Wie geht das?

Hier ist die Lösung – der erste Schritt! So startest Du entspannt in den Tag …

Hole Dir meinen kostenfreien Ratgeber:
“Das 9-Punkte-Programm für Dein Wohlfühl-Aussehen”

Trage Deine E-Mail Adresse ein, klicke auf „JA, ICH WILL DAS 9-PUNKTE-PROGRAMM“ und innerhalb weniger Sekunden ist der Ratgeber bei Dir! Du wirst damit auch Teil meiner Premium-E-Mail-Liste. Kein Spam. Nur Mehrwert.

Was denkst du darüber?

Das Geheimnis von attraktiv-magnetisch-glücklich

Finde es heraus!

Abonniere meine Tipps und ich zeige Dir den Weg zu mehr SEIN!
Trage einfach Deine E-Mail-Adresse ein – die Angabe Deines Namens ist freiwillig und dient ausschließlich dazu, Dich im Newsletter persönlich ansprechen zu können:






Damit wirst du Teil meiner Premium-E-Mail-Liste. Kein Spam. Nur Mehrwert.